1. Swim & Run Wettbewerb

Start
Alle 15s
Schwimmen
5./6. Klasse 100m
Schwimmen
7./8. Klasse 200m
Schwimmen
9./10. Klasse 300m
Übergangsphase
Laufstrecke antreten
Lauf
5./6. Klasse 500m
Lauf
7./8. Klasse 1000m
Lauf
9./10. Klasse 1500m
Ziel
Siegerehrung

Eigene Bilder in unserer Bildergalerie

Ergebnislisten

Download

Ergebnisse Einzelstart

PDF-File

Ergebisse Teams Klassen 5 und 6

PDF-File

Ergebnisse Teams Klassen 7 und 8

PDF-File

Ergebnisse Teams Klassen 9 und 10

PDF-File



Eine Premiere, die Lust auf mehr macht

Rund 380 Fünft- bis Zehntklässler starteten im und um das Backnanger Freibad beim ersten Swim-&-Run-Wettkampf für Schulen

So ein Gewusel wie gestern herrscht im Freibad an einem normalen Vormittag außerhalb der Ferien sonst eher selten. Auslöser für den Andrang war der erste Swim-&-Run-Wettkampf für alle weiterführenden Schulen aus Backnang und den Nachbargemeinden, an dem bei tollem Sommerwetter rund 380 Fünft- bis Zehntklässler teilnahmen. Es war eine Premiere, die Lust auf mehr machte.

Im 15-Sekunden-Takt hüpfen die Jungen und Mädchen ins Schwimmerbecken des Backnanger Bades. Den Anfang machen die Fünft- und Sechstklässler, die als Einzelkämpfer unterwegs sind, also schwimmen und laufen. Danach sind die Altersgenossen dran, die sich den Wettkampf als Duo teilen. Diese Reihenfolge wiederholt sich bei den Siebt- und Achtklässlern sowie bei den Neunt- und Zehntklässlern. Die Solisten sind klar in der Unterzahl, „etwa 90 Prozent aller Teilnehmer treten als Staffeln an“, sagt der für die Zeitnahme zuständige Michael Weick vom Triathlon-Club Backnang, der mit im Boot ist.

Weil es für fast alle Kinder und Jugendlichen der erste Swim&Run ist, berichtet Rainer Kaupp später lachend von einer „anfänglichen Orientierungslosigkeit“. Die habe sich aber rasch gelegt, freut sich der Sport- und Biologielehrer sowie Initiator der Veranstaltung, der am Gymnasium in der Taus unterrichtet: „Alles hat super geklappt.“ Wie an einer Schnur gezogen ziehen die Schüler ihre Bahnen, von den anfeuernden Zurufen von Lehrern und Klassenkameraden begleitet. Nachdem die altersabhängige Distanz gemeistert ist, klettern die Sportler aus dem Becken, halten den am Handgelenk angebrachten Transponder an die Zeitmessstation und eilen in die Wechselzone auf der Liegewiese.

Dort schlüpfen die Einzelkämpfer in die bereitgestellten Laufschuhe, die anderen klatschen ihren Partner ab und schicken ihn auf die Laufstrecke, die an der Murr entlangführt. Unter einem Schatten spendenden Baum warten zwei Mädchen und vier Jungen auf ihren Einsatz, alles Zehntklässler vom Max-Born-Gymnasium. Rebecca Kimmich von den TSG-Leichtathleten hatte im Verein von der Veranstaltung gehört und war gleich Feuer und Flamme: „Ich fand es eine gute Idee und habe mich in der Klassenstufe umgehört, wer Interesse hat.“ Die Resonanz war positiv, „viele fanden es gleich richtig gut“, erinnert sich Rebecca Butz. Und was trieb die Jungs hierher, die ebenfalls gleich laufen sollen? „Wir wurden durch die Mädels motiviert“, geben Daniel Klingenberg, David Kübler, Jan-Micha Fritz und Leonard Volz zu und schauen grinsend zu den beiden Rebeccas.

Schüler nennen mehrere Motive für ihre Stippvisite im Freibad

Die Motive der Schüler, warum sie den Vormittag im Freibad verbringen, sind unterschiedlich. Da gibt es zum einen die, die sich auf diesen Wettkampf gefreut haben und hinterher Lob an Lehrer wie Rainer Kaupp verteilen: „Es hat Spaß gemacht“ oder „es war anstrengend, aber es ging“, oder kurz und knapp: „Das war gut.“ Es gibt aber auch die, die sich einfach freuen, „keine Schule“ gehabt zu haben, oder die, die halb ernst, halb feixend sagen: „Wir wurden gezwungen. Es ist eine offizielle Sportstunde, also mussten wir hierher.“

Für Thomas Hartmann vom TC Backnang, der als Boss des Organisationsteams des City-Triathlons über viel Erfahrung verfügt, ist es „eine gelungene Veranstaltung, besser kann es kaum laufen“. Das Wetter sei optimal, „zumal die Laufstrecke weitgehend im Schatten liegt“. Im positiven Fazit steht ihm Rainer Kaupp in absolut nichts nach. Der Initiator spricht von „deutlich mehr Teilnehmern, als wir dachten. Auch andere Schulen sind mit rund 100 Schülern stark vertreten, perfekt“. Er lobt die tollen Helfer, darunter die gesamte Klassenstufe 9, aber auch die Stadt Backnang mit Astrid Szelest, „die immer ein offenes Ohr hatte“. Für den TC Backnang hofft Kaupp, dass „der eine oder andere Schüler mit dem Triathlon anfängt“.

Und was sagen die normalen Badegäste zu dem Treiben an diesem Vormittag? „Wir wussten nicht, dass das heute ist“, sagen Bernhard Maier (77) und Ursula Maier (73) aus Unterweissach, „aber das macht nichts. Es ist doch schön, wenn die Jugend Sport macht, das ist wichtig. Und es sind nur drei Bahnen belegt, wir haben noch genug Platz zum Schwimmen“. Um zwölf kehrte dann wieder Ruhe ein, den nächsten Swim&Run für die Schüler wird es 2017 aber auf alle Fälle geben, denn die gelungene Premiere machte Lust auf mehr.

Artikel aus der BKZ