Atelierbesuch der Jg2 bei Thomas Putze

Wie lebt und arbeitet eigentlich ein „richtiger“ Bildhauer? Wie stehen zeitgenössische Künstler zum Schwerpunktthema „Figur und Abstraktion“?
Um diesen Fragen nachzugehen, ging es für den 2-stündigen Kunstkurs von Frau Schmeckenbecher am 26. Januar nach Stuttgart, um den Künstler Thomas Putze zu besuchen.
Rostige Metallteile, ein dicker, roh behauener Baumstamm, das riesige Skelett einer seltsamen Kuppel, alte Kinderwägen und ein bis oben hin mit verschiedenen Figuren angefüllter Arbeitsraum – das sind Eindrücke von dessen Atelier, das ein Teil des Stuttgarter Nordbahnhofs ist und sich dort in den alten Wagenhallen befindet, die heute von zahlreichen Künstlern genutzt werden.
Thomas Putze sägt Figuren aus Holz mit der Motorsäge, eine für uns sehr außergewöhnliche und beeindruckende Methode. Er montiert außerdem Schrottteile und andere Fundstücke zu bizarren Wesen und fragmentierten, manchmal halbfertig wirkenden Gestalten aneinander. Auguste Rodin, einer unserer Schwerpunktkünstler in diesem Schuljahr, ist unter dem Aspekt des Non-Finito eine Referenz, sagt Putze.
Während einer kleinen praktischen Arbeit, zu der uns Thomas Putze angeregt hat, wurden wir von ihm und seiner E-Gitarre unterhalten. Denn: Putze ist nicht nur als Bildhauer, sondern auch als Musiker und Performer aktiv.
Ein spannender und unterhaltsamer Nachmittag!
Der Kurs dankt Putze dafür und will die erlangte Inspiration in den nächsten Kunststunden anwenden.

Burak Kir und Niko Saloupis, J2/Sb