Abitur – und was dann?

Studieninformationen für Backnanger Abiturienten und Abiturientinnen
am Gymnasium in der Taus

Für viele Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen rückt das Abitur in greifbare Nähe. Eine Etappe wird bald geschafft sein; aber da gibt es eine neue Herausforderung, die Frage nach der Berufswahl. Im Rahmen der Berufsorientierung am Gymnasium sollte der traditionelle Hochschulabend am Donnerstag, 13.11. Hilfestellungen für die richtige Entscheidung geben. Abwechselnd laden alljährlich die drei Gymnasien im Backnanger Raum zu diesem Hochschulabend ein, an dem Referenten von Universität, Dualer Hochschule und Fachhochschule über die Ausbildungsgänge dort referieren. Ins Leben gerufen wurde die Informationsveranstaltung von Herrn Haug vom Industrieverein Backnang. In diesem Jahr war das Taus-Gymnasium Gastgeber dieser gut besuchten Veranstaltung. Studieren sei cool, meinte Physik-Professor Denninger von der Universität Stuttgart und erklärte auf anschauliche Weise, dass ein Universitätsstudium für all die geeignet sei, die an Grundlagenforschung und selbstständigem wissenschaftlichen Arbeiten interessiert seien. In den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern seien gute Mathematikkenntnisse wichtig, und Englisch solle man auch beherrschen. Professor Elzmann von der Dualen Hochschule zeigte die vielen Möglichkeiten einer Kombination von Studium und gleichzeitiger praktischer Ausbildung in Betrieben auf, wozu sehr häufig eine Zeit im Ausland gehöre. Er erläuterte das Bewerbungsverfahren und betonte die Wichtigkeit sozialer Kompetenzen, die man durch ein Engagement im außerschulischen Bereich erwerben könne. Die Arbeitsbelastung sei hoch; aber man verdiene während der Zeit der Ausbildung schon Geld und habe eine gute Chance, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Zum Abschluss ging Professor Stocker von der Hochschule Esslingen auf die Unterschiede zur universitären Ausbildung ein. An einem Bespiel erläuterte er, dass für jemanden, der die Lösung von technischen Problemen theoretisch angehe, die Universität die richtige Wahl sei. Fachhochschulen seien dagegen praxisorientiert. Auch die Hochschule Esslingen bietet duale Studiengänge an. In der sich anschließenden Fragerunde waren sich alle drei Referenten einig: Bei der Wahl eines Berufes solle man sich von seinen Neigungen leiten lassen und nicht von Prognosen über Zukunftsaussichten bestimmter Berufe. Wichtig sei in der Berufswelt heute die Fähigkeit, sich immer wieder neues Wissen anzueignen und neue Aufgaben zu übernehmen. In der Hoffnung auf eine Fortsetzung der Informationsveranstaltung im kommenden Jahr bedankte sich Schulleiter Udo Weisshaar für die engagierten Vorträge, nach denen die SchülerInnen und Schüler Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen hatten, die sie zahlreich nutzten.