Statt montags müde im Unterricht – packende Erlebnisse in der Busschule

Busschule

Der Bus ist das sicherste Schulverkehrsmittel, aber die Sicherheit hängt von jedem einzelnen Schüler ab. Deswegen ist es den Backnanger Schulen besonders wichtig, mit den Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen ein Bussicherheitstraining durchzuführen. Jährlich kommen deshalb zwei Vertreter der Polizei, Dieter Saffrich und Hans Seybold, und der Betriebsleiter des OVR Backnang Roland Schenkel an die Schulen. So waren sie am letzten Montag am das Gymnasium in der Taus, wo sie die Schülerinnen und Schüler mit den Gefahren bei der Benutzung von Bussen vertraut machten. Zunächst mussten die Kinder in Kleingruppen einen Fragebogen bearbeiten, um sich mit dem Thema Sicherheit beim Busfahren zu beschäftigen. Anschließend wurden die Ergebnisse in der Klasse besprochen. Dabei ging es vor allem um die Fragen, wie man sich beim Busfahren verhalten soll und worauf man zu achten hat. Die Schüler konnten ihre Probleme und Erlebnisse, die sie tagtäglich beim Busfahren haben, mit den anderen teilen. In einem Lehrfilm gab es anschauliche Beispiele für verschiedene Arten von Fehlverhalten beim Busfahren, und auch Dieter Saffrich berichtete von seinen Erfahrungen und brachte einige schockierende Beispiele. Dann ging es schon zum Bus, wo Roland Schenkel vom OVR die Kinder erwartete. Auch dieser begann mit einer aktuellen tragischen Geschichte. Damit wollte er den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie aus einer kleinen Rangelei ein schlimmer Unfall entstehen kann. Sein folgender Vortrag war einerseits schockierend, aber auch packend, wobei die Kinder entweder belustigte Kommentare abgaben oder erschrocken auflachten. Roland Schenkel veranschaulichte seine Erzählungen, indem er mit den Schülern gefährliche Situationen nachstellte. Dabei zeigte er zum Beispiel, was passieren kann, wenn man auf den Sitzen kniet und der Bus bremst oder wenn man in den Türen steht und diese schließen. Er ging auch auf die Gefahr des Essens und Trinkens während der Busfahrt ein und wie man sich nach einem Unfall aus einem Bus befreit. Außerdem zeigte er den Kindern, wo sie die Sicherheitsausrüstung vorfinden können. Zum Abschluss klärte er noch ausführlich jede Schülerfrage und wies auf die Strafen für Schwarzfahren hin. Dabei besteht sogar die Möglichkeit, dass bei wiederholtem Mal Freiheitsstrafen oder Geldstrafen verhängt werden, die von einem Nettomonatsgehalt abgezogen werden können. Nach einem Abschlussquiz im Klassenzimmer setzten die Schülerinnen und Schüler mit neuen Erkenntnissen ihren Schulalltag fort. Hoffentlich können durch die Busschule in Zukunft Unfälle verhindert werden.

Von Franka Matena, Nicole Kronmüller 10c (Presse-AG Gymnasium in der Taus)