Musik mit August dem Starken

Erlebten kulturelle Highlights: Schüler des Musikprofils am Tausgymnasium. Foto: privat

Schüler des Tausgymnasiums auf Musikexkursion nach Dresden

BACKNANG (pm). Eine fünfköpfige Schüler­gruppe des Musik­profils Klasse 10 vom Gymnasiums in der Taus absol­vierte unter Leitung von Musik­lehrer Philipp Kamprath-Scholtz ein anspruchs­volles Kultur­pro­gramm in Dresden. Über die Exkursion schreiben die Schüler:

Vor Ort kamen wir in den Genuss vieler verschiedener ein­drucks­voller Erleb­nisse. Auf dem Programm standen Museums­besuche wie beispiels­weise der Mathematisch-Physikalische Salon, das Hygiene­museum und die Gemäldegalerie ,Alte Meister, in der wir nach Szenen aus der griechischen Mythologie suchten, die eindeutig Affinitäten zur Musik aufwiesen. In einer Privatführung bei Professor Dr. Jörg Oberste (Dozent für Mittelaltergeschichte) erfuhren wir viel über die Geschichte Dresdens, insbesondere über August den Starken und seine Mätressen sowie über die faszinierenden Bauwerke wie beispielsweise den Zwinger, das Schloss oder die Katholische Hofkirche, Dresdens Kathedrale und jüngster Barockbau.

Ein weiteres Highlight war eine Exklusivführung in der Frauenkirche durch den hiesigen Kantor Matthias Grünert, der uns auf seinem Arbeitsinstrument, einer in Straßburg gefertigten Orgel mit französisch-romantischem Orgelwerk, ein beeindruckendes Vorspiel darbot und diese im Anschluss minutiös erläuterte.

Ein Jazzkonzert im Jazzclub Tonne sowie eine Kunst-Vernissage gehörten auch zum Programm, ebenso wie der krönende Abschluss: Verdis La Traviata in der Semperoper. In der ersten Reihe im Parkett wurden wir Zeugen einer modernen und großartigen Aufführung, die bei dem klatschfreudigen Dresdener Publikum und uns Begeisterung hervorrief.

Minimale Kritik üben wir allenfalls an der Unterbringung, die sehr spartanisch, dafür aber zentral und sagenhaft günstig war. In der zur Verfügung stehenden Küche konnte uns Herr Kamprath-Scholtz an einem Abend auch noch von seinen Kochkünsten überzeugen.

BKZ-Artikel vom 24.01.2014