Ungeahnte Folgen für die Umwelt

Backnang (pm) – Kommt die Klimakatastrophe? Diese Frage diskutierten Lehrer und Schüler vom Limingan lukio (Finn-land), vom Gimnazija Franca Miklošica/ Slowenien und vom Gymnasium in der Taus auf ihrer zweiten Comenius-Konfe-renz „Global warming effect“ in Liminka. Vor einem großen Zuhörerkreis in der Aula des Limingan lukio eröffnete Professor Dr.Kari Strand vom Thule-Institut der Universität Oulu den Klimatag und die Konferenz. „Sollte die Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Atmosphäre sich weiter fortsetzen, wäre ein Temperaturanstieg um etwa vier bis sechs Grad Celsius am Ende dieses Jahrhunderts mit ungeahnten Folgen für die Umwelt möglich“, lautete seine schockierende Botschaft.



In seinem Grußwort ging Studiendirektor Volker Lauer auf die lange Tradition des Gymnasiums in der Taus in den Comenius-Projekten ein: „Kalt-Warm, Energie und Sicherheit und Global warming effect; immer stand der Mensch als ein Teilneh-mer in einem globalen Wirkungsgefüge im Vordergrund.“ Anschließend schilderten die Schüler die Ergebnisse der abgeschlossenen Feldstudien. So hatte Tobias Klotz (Klasse 8c) die Entwicklung der Temperatur in Deutschland seit 100 Jahren untersucht und dabei festgestellt, dass sich seit 1953 allein in Stuttgart die Jahresdurch-schnittstemperatur um 1,2 Grad erhöht hat. Hannah Nothstein und Dominik Erchinger (Klima-AG, Klasse 11a) berichteten über die Auswertung eines Fragebogens zum Klimawandel. 90 Prozent aller Befragten bemerken, dass der Klimawandel alle betrifft und erhebliche Einschnitte für jeden Einzelnen mit sich bringen könnte. Als nächster Schritt soll ein Kohlestoff-Fußabdruck erstellt werden, der Aussagen über die Mengen der direkten und indirekten CO2-Emissionen machen soll. Die Comenius-Konferenz wurde mit der Unterzeichnung eines Protokolls abgeschlossen. Sie soll ihre Fortsetzung Mitte September in Slowenien finden.




Quelle: BKZ vom 19.02.2009