Gedanken über Biosprit und Parteispenden

Mannschaften der beiden Backnanger Gymnasien beteiligten sich an den Deutschen Meisterschaften im English Debating

Taus-Gymnasium: Axel in Aktion. 
	Ein Einblick in eine der Vorrunden in Backnang.

Taus-Gymnasium: Axel in Aktion. Ein Einblick in eine der Vorrunden in Backnang.

Max-Born-Gymnasium: Christian bei seinem Vortrag. 
    	Eine gute Vorbereitung auf eine berufliche Zukunft im vereinten Europa.Fotos: E. Layher

Max-Born-Gymnasium: Christian bei seinem Vortrag. Eine gute Vorbereitung auf eine berufliche Zukunft im vereinten Europa.Fotos: E. Layher

 

BACKNANG (blu/pm). Zum 10. Mal bereits wurden in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften im English Debating ausgetragen, auch die Mannschaften der beiden Backnanger Gymnasien haben um den Titel debattiert. Neben Schulen aus der Region Stuttgart nahmen in diesem Jahr auch Teams aus Hamburg, Dresden, Frankfurt und München teil. Am Freitag wurden zwei der insgesamt sieben Vorrunden am Gymnasium in der Taus ausgetragen, zu denen Direktor Dr. Reinhard Ortwein 24 Mannschaften begrüßte. Es sei eine Ehre für die Schule, die beiden Vorrunden ausrichten zu dürfen und so einen Beitrag zur Fortsetzung der langen Debating-Tradition am Tausgymnasium zu leisten, so Ortwein.

Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper ließ es sich nicht nehmen, die Mannschaften persönlich in der „Debating-Metropole Backnang“ zu begrüßen. Er betonte, für Backnang, dem Standort der beiden erfolgreichsten Gymnasien Deutschlands im English Debating, sei es eine Ehre und Auszeichnung, Gastgeberstadt sein zu dürfen. Das Debattieren in der Weltsprache Englisch, erklärte Frank Nopper, bereite die jungen Menschen bestens auf ihre Zukunft in einem vereinigten Europa vor, weshalb es richtig sei, in dieser Disziplin auch Wettbewerbe wie die Deutschen Meisterschaften auszutragen.

In spannenden Debatten lieferten sich die Schüler im Laufe des Nachmittags Wortgefechte, bei denen es zunächst um die Einführung eines obligatorischen sozialen Jahres für alle Schulabgänger ging. Proposition und Opposition diskutierten beispielsweise, ob der Status Quo gerecht sei oder man mehr Gleichberechtigung zwischen Jungen und Mädchen schaffen müsse, und ob die Einführung eines solchen sozialen Jahres nicht Menschen mit einer festen Anstellung im sozialen Bereich in die Arbeitslosigkeit drängen würde. In der zweiten Runde ging es um die politisch aktuelle Frage, ob der Staat eine Mautgebühr auch für Privat-Kraftfahrzeuge einführen sollte und mit welchen wünschenswerten und möglicherweise auch negativen Konsequenzen bei einem entsprechenden Gesetz zu rechnen sei.

Am Samstag debattierten die deutschen Teams am Max-Born-Gymnasium weiter. Auch dort war der Ablauf reibungslos. Nach einer herzlichen englischen Begrüßungsrede von Schulleiter Günter Ost fanden die letzten beiden Vorrunden statt. Das MBG-Team überzeugte mit seiner Argumentation zum Thema Biosprit und debattierte sich damit erfolgreich ins Halbfinale. Dort stand ein sehr brisantes Thema auf der Tagesordnung: Keine Parteispenden für Großfirmen! Mit 5 zu 0 gewann das MBG gegen das Parler-Gymnasium Schwäbisch Gmünd. Die Atmosphäre am MBG war sehr gut, nicht zuletzt dank der engagierten Mitarbeit vieler Eltern und Schüler, die Debattierer und Gäste hervorragend verköstigten und die Teams anfeuerten.

Am Sonntag traf das MBG zum großen Finale im Cannstatter Kursaal auf das ebenfalls erfolgreiche Team des Hölderlin-Gymnasiums Stuttgart, das sich im Halbfinale gegen das LGH Schwäbisch Gmünd durchgesetzt hatte.