Max-Born-Gymnasium gewinnt Finale

Am Ende machen die beiden Backnanger Gymnasien die deutsche Meisterschaft im Schülerdebattieren untereinander aus

Das Debating-Team des Max-Born-Gymnasiums gewann gestern die Deutsche Meisterschaft. Damit setzten sich die MBGler nach drei Tagen Wettkampf im Finale gegen die innerstädtische Konkurrenz vom Taus-Gymnasium durch.

Überzeugten am Wochenende und ließen vor allem in den Vorrunden ihren Gegnern keine Chance: Die Debater des Max-Born-Gymnasiums. Auf dem Foto Sophia Jaimes-Ramos bei einer Erwiderung sowie an ihrer Seite (von rechts) Julian Gilke und Adrian Malzer. Foto: J. Fiedler

BACKNANG (pm). Bevor im nächsten Jahr die deutsche Meisterschaft im englischsprachigen Schülerdebattieren, die German Schools Debating Championship, in der Bundeshauptstadt Berlin stattfinden wird, fand die diesjährige – wie auch in den vergangenen Jahren – nochmals im Großraum Stuttgart statt.

Nach Vorrunden am Donnerstag in Stuttgart und am Freitag in Schwäbisch Gmünd, fand am Samstag am Gymnasium in der Taus die sechste und damit letzte Vorrunde statt. Anschließend wurden an dem Gymnasium Viertel- und Halbfinale ausgetragen.

In den sechs Vorrunden bewiesen die teilnehmenden Teams Fachwissen und argumentative Fähigkeiten in verschiedensten Themenbereichen, darunter zu den Themen „Sollte Hilfe für Entwicklungsländer von ihren Verbesserungen der Einhaltung der Menschenrechte abhängen?“, „Sollte genmanipulierte Nahrung verboten werden?“ und „Ist das französische Verbot der Burka ein Schritt in die richtige Richtung?“.

Acht Teams, darunter auch dem Gymnasium in der Taus, das nach den sechs Vorrunden den ersten Tabellenplatz innehatte und dem Max-Born-Gymnasium gelang der Sprung ins Viertelfinale. In diesem wurde das Thema „Sollten Streiks von Angestellten in wichtigen öffentlichen Diensten verboten werden?“ (Originalthema: This house would forbid strikes by those working in essential services“) diskutiert.

Die Backnanger Gymnasien gewannen ihre Viertelfinals und bestritten im Halbfinale Debatten zum Thema „Sollte Präimplantationsdiagnostik erlaubt werden?“. In den beiden Halbfinals wurde beiden Gymnasien die befürwortende Seite zugelost. Das Gymnasium in der Taus trat gegen das Friedrich-Abel- Gymnasium aus Vaihingen an und konnte die Juroren im ersten Halbfinale souverän, mit schon in den Vorrunden gezeigter großer argumentativer Schärfe, in einer Debatte auf hohem Niveau überzeugen. Im zweiten Halbfinale, in dem das Max-Born-Gymnasium gegen das Parler Gymnasium aus Schwäbisch Gmünd antrat, vermochte das starke Max-Born-Gymnasium die Jury in einer hervorragenden Debatte klar zu überzeugen, wodurch beide Backnanger Gymnasien verdient ins Finale am Sonntag einziehen konnten.

Zum ersten Mal in der Geschichte der deutschen Meisterschaften kam es somit zu einem Aufeinandertreffen der beiden Backnanger Schulen im Finale. Auf neutralem Gelände – nämlich amerikanischem Boden, da das Finale in den amerikanischen Patch Barracks stattfand – trafen sich die beiden Schulen am Sonntag für die große Finaldebatte. Am Ende hatte das Max-Born-Gymnasium die Nase vorn. Das Thema lautete „This House Believes that the International Crime Court should have the power to prosecute ’crimes against the earth‘“. Übersetzt: „Sollte der internationale Strafgerichtshof das Recht haben ’Verbrechen gegen die Erde‘ zu verfolgen. Das Team des Max-Borns bestand aus Julian Gilke, Sophia Jaimes-Ramos, Adrian Malzer, Hannah Piesch, Karoline Schlotthauer, Dilek Sevnic und Dominic Weller. Ihnen gegenüber stand das Team des Tausgymnasiums mit Axel Bauer, Franziska Mohr, Kai Ohmstedt, Anne Panzlaff, Jakob Rosenbauer, Zoë Schütze und Cindy Wilhelm.

Die Qualität des Finales kann neben der Teamwertung auch am Abschneiden der einzelnen Sprecher in der Einzelwertung festgemacht werden. In dieser kamen drei MBG-Sprecher unter die ersten zehn, namentlich Karoline Schlotthauer als Vierte, Dilek Sevinc als Fünfter und Adrian Malzer als Neunter. Den Titel des besten Einzelsprechers gewann Kai Ohmstedt vom Gymnasium in der Taus.