Comenius-Projekt am Taus-Gymnasium: Ein Zentrum europäischen Lernens

Feierliche Stunde in den Räumen der Backnanger Volksbank: Das BON-Projekt wurde aus der Taufe gehoben. Foto: J. Fiedler
 

Gymnasium in der Taus nimmt am BON-Comenius-Projekt teil − Öko­logie im Blick­punkt

BACKNANG (pm). BON – hinter diesen drei Buchstaben verbirgt sich eines der ambitioniertesten europäischen Comenius-Schulprojekte in den nächsten zwei Jahren. Der Erhalt der Arten (Biodiversität) und der Umwelt sowie die Erkenntnis des ökologischen und ökonomischen Mehrwertes von Natur gehören heute zu den globalen Herausforderungen der Menschheit. Schüler aus Codigoro (Italien), Vaala und Utajärvi (Finnland) und des Gymnasiums in der Taus untersuchen dies im Naturpark Po-Delta, im Geopark Rokua und im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Während der Studien sollen die Schüler die Wechselwirkung zwischen Erhalt der Umwelt und den Daseinsgrundfunktionen des Menschen in der Gegenwart und für künftige Generationen erfahren.

Zahlreiche Gäste aus Italien und Finnland, aus Verwaltung, Bildung, Wirtschaft und Politik waren zugegen, als Werner Schmidgall als Gastgeber in der Volksbank Backnang bei der festlichen Eröffnung sprach. Die Erkenntnis des großen Pädagogen Comenius im 17. Jahrhundert: „Omnes omnia omnino excoli“, das heißt: „Allen alles ganz zu lehren“, waren die Worte, die Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper anführte. Er stellte heraus, dass dieses Grundprinzip auch heute noch ein Eckpfeiler pädagogischen Handelns sein sollte. Schulleiter Dr. Reinhard Ortwein sieht durch die verschiedenen europäischen Aktivitäten seiner Schule nach Spanien, Frankreich, England, Polen, Slowenien, Italien und Finnland das Gymnasium als ein Zentrum des europäischen Lernens. „Miteinander lernen in Europa ist die Richtschnur unserer Schule“, so der Schulleiter. Das betonten auch Direktorin Elke Anders vom Istituto Istruzione Superiore-Guido Monaco Di Pomposa und die finnische Vertreterin der Gymnasien aus Utajärvi und Vaala FM Anu Kalliopuska.

Sprachen sind das Bindeglied der Kulturen und der Wertegemeinschaft Europas. In seiner auf Englisch, Italienisch und Deutsch gehaltenen Rede forderte Studiendirektor Sigmut Keller vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport die Schüler auf, für Europa nicht nur zwei, sondern mehrere Sprachen zu lernen. Eine besondere Ehrung erfuhr Studiendirektor Lauer durch die Übergabe eines Gastgeschenkes des Ministeriums. Seit über 15 Jahren engagiert sich der Pädagoge als Koordinator in Comenius-Projekten. „Licht und Schatten prägen momentan Europa“, sagte Norbert Barthle, Mitglied des deutschen Bundestages. Das Gymnasium in der Taus sei ein Beispiel positiven europäischen Handelns. Damit eröffnete er das BON-Projekt.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung durch das Orchester des Gymnasiums in der Taus unter Leitung von Studienrat Dietrich Westhäußer-Kowalski. Die Europahymne bildete den stimmungsvollen Abschluss der Feierstunde.

BKZ-Artikel vom 13.10.2011